12.05.2017 / Artikel / Wirtschaft und Verkehr /

Weitere Schliessung von Poststellen verhindern

Erneut vermeldete die Post diese Woche, sie prüfe weitere Schliessungen von Poststellen im Kanton Solothurn. Von den 44 verbleibenden Filialen sind nur knapp die Hälfte bis ins Jahr 2020 sicher, 21 Poststellen sind in den nächsten drei Jahren von der Schliessung bedroht. Der Kanton muss sich weiter aktiv für die Solothurner Poststellen einsetzen – es gilt zu verhindern, dass es bis in ein paar Jahren nur noch eine Poststelle pro Amtei gibt.

Der ländliche Kanton Solothurn ist vom Abbau des Service public bei der Post stark betroffen. Die CVP beobachtet diese Entwicklung mit grosser Sorge. Die Schliessung der Poststelle stellt einen Einschnitt für das Leben in einer Gemeinde dar. Die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort wie auch als KMU-Standort leidet, denn die Post nimmt nach wie vor wichtige Leistungen vor.

Besonders besorgniserregend ist, dass auch zentrale Poststellen in Randregionen von der Schliessung bedroht sind. So ist zum Beispiel im Leimental mit Bättwil die letzte Poststelle der Region gefährdet. Diese bedient auch viele Kunden aus den Nachbargemeinden, welche über keine Poststelle mehr verfügen. Dass das bevölkerungsreiche Leimental mit seinen zahlreichen KMUs keine Post mehr hat, ist kaum vorstellbar und schwächt den Wirtschaftsstandort massiv.

Auch die Ersetzung der Poststellen durch Agenturen oder den Hausservice ist keine befriedigende Lösung, denn zahlreiche Leistungen werden von diesen nicht oder nur in geringem Masse erbracht. So ergab eine kürzlich erfolgte Umfrage der Gemeinde Luterbach eine grosse Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der neuen Postagentur. Dass selbst die heute nicht bedrohten Filialen keine Bestandesgarantie über das Jahr 2020 erhalten, verschärft die Problematik zusätzlich. Die CVP hält den Service public weiter hoch und wird kantonal wie auch national aktiv bleiben. Auch wenn der Kanton erreichen konnte, dass einige Poststellen in den kommenden drei Jahren verschont bleiben, reichen die bisherigen Bemühungen nicht aus. Wir erwarten deshalb vom Volkswirtschaftsdepartement, dass es sich weiterhin vehement für die Bewahrung der verbleibenden Poststellen einsetzt und dort wo eine Schliessung schon erfolgte, eine Wiedereröffnung geprüft wird.

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