24.02.2017 / Artikel / /

CVP will weiter wachsen

Wochenblatt-Artikel von Gini Minonzio vom 23. Februar 2017

Die CVP macht sich mit vier Frauen und fünf Männern auf, einen weiteren Sitz im Kantonsrat zu gewinnen.

Einen zusätzlichen vierten Sitz gewinnen. Dies ist das Ziel der CVP Dorneck-Thierstein für die kommenden Kantonsratswahlen. Letzte Woche trafen sich 100 Personen in Büsserach zu einem grossen Wahlanlass, um alle Kandidierenden kennen zu lernen. Fabio Jeger (Meltingen) tritt zurück. So verbleiben Susanne Koch (Erschwil) und Bruno Vögtli (Hochwald) als Bisherige auf der Wahlliste. Der CVP ist es gelungen, vier Frauen und fünf Männer als Kandidierende zu gewinnen. Diese stellen sich am Wahlanlass alle vor.

Susanne Koch ist seit 1998 Gemeindepräsidentin von Erschwil und seit 2009 Kantonsrätin. Gefragt, wieso man sie wählen soll, zögert sie nicht: «Ich bin noch immer hartnäckig und setze mich bis zum Schluss für ein Anliegen ein. Zudem kenne ich die Bedürfnisse der Gemeinden und bin als Sprachrohr des Schwarzbubenlandes bekannt. Ich weiss inzwischen, wie man etwas erreicht.»

Bruno Vögtli war acht Jahre im Gemeinderat und hat bereits eine Amtsperiode als Kantonsrat hinter sich. Er will sich für starke KMU und eine starke Landwirtschaft einsetzen.

Ebenfalls für die Landwirtschaft, die Raumplanung und die Wirtschaft möchte sich Glenn Steiger (Bättwil) einsetzten: «Schliesslich leben wir in einer ländlichen Region», sagt der angehende Landwirt. Auch möchte er die Grenz-sicherheit erhöhen: «Im Augenblick ist es nämlich die Baselbieter Polizei, welche einigermassen für Sicherheit sorgt.» Steiger hat schon einiges an politischer Erfahrung gesammelt. Er ist Gründer und Präsident des Jugendparlamentes Schwarzbubenland, Vizepräsident und Kassier der Junge CVP Kanton Solothurn und ist im Präsidium der CVP Dorneck-Thierstein.

Nationalrat Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, machte den Kandidierenden Mut. Er lobte alle, die sich zur Verfügung stellen und für Stimmen sorgen: «Niemand wird gewählt, ohne dass die anderen helfen.» Pfister sieht das Dilemma der CVP darin, dass sie als Partei der Mitte zugleich Profil zeigen und Kompromisse machen muss. Die linken Parteien hingegen erstickten die Selbstverantwortung und die Freiheit. Und die rechten Parteien heizten das Klima an und seien fremdenfeindlich. Das schade der Schweiz sehr. Die die beiden CVP Regierungsräte Roland Fürst und Roland Heim standen Red und Antwort. Fürst berichtete, dass der Kanton dieses Jahr im Schwarzbubenland 23 Strassenstücke sanieren werde. Auch setzte sich der Kanton dafür ein, dass der Doppelspurausbau baldmöglichst ausgeführt werde.

Heim machte darauf aufmerksam, dass das Niveau der kantonalen Ausgaben nicht wachsen dürfe. Es sei problematisch genug, dass die Ausgaben für Soziales und das Gesundheitswesen ständig wachsen.