20.03.2016 / Artikel / Umwelt und Energie /

Das KKW Fessenheim muss stillgelegt werden!

Im Kernkraftwerk Fessenheim hat sich im April 2014 ein Zwischenfall ereignet, der kürzlich zuerst in deutschen, danach in Schweizer Medien wiederholt zum Thema wurde. Das Kernkraftwerk liegt nur etwa 35 Kilometer von Basel entfernt im Elsass und ist das älteste in Frankreich. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Zwischenfällen. Das KKW Fessenheim gilt als das störanfälligste in unserem Nachbarland.

Das Kernkraftwerk Fessenheim stellt für die Bevölkerung ein Sicherheitsrisiko und eine mögliche Gefährdung der Gesundheit dar. Auch wenn sich Experten über die Schwere des Vorfalls uneins sind: Die erneuten Diskussionen um den Störfall vom April 2014 und die unklaren Informationen hinterlassen einen schalen Nachgeschmack und Verunsicherung.

Schliessungsentscheid wieder in Frage gestellt

Zusätzliche Unsicherheit entstand dadurch, dass der vom französischen Präsidenten François Hollande bereits verkündete Schliessungsentscheid von der französischen Regierung wieder in Frage gestellt wird. Deshalb fordern die Parlamente und die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft, dass die französische Regierung noch dieses Jahr unmissverständlich beschliesst, das Kernkraftwerk Fessenheim stillzulegen.

Gefahr für Bevölkerung und Umwelt

Mit Blick auf die in der Schweiz beschlossene Energiewende 2050 erachte ich es als einen Anachronismus, dass in unmittelbarer Nähe von Basel ein störanfälliges Kernkraftwerk weiterhin in Betrieb bleiben soll, welches eine Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt in der Region Basiliensis darstellt. Der §31 der Baselstädtischen Kantonsverfassung hält fest:  «Der Staat wendet sich gegen die Nutzung von Kernenergie und hält keine Beteiligungen an Kernkraftwerken.» Der Vorfall und die Diskussionen bestärken uns in dieser Haltung. Das Kernkraftwerk Fessenheim muss baldmöglichst Geschichte sein.

 

Beitrag von Lukas Engelberger, CVP-Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt